Strophe 9 - Der Tod ist nicht das Ende

Die letzte Strophe handelt vom Tod. Wir haben den alten Text in einfachere Sprache übertragen:

„Guter Gott, du bist größer und wunderbarer, als wir es uns vorstellen können.

Von dir kommt alle Liebe und aller Segen.

Wir sind voller Freude über dich. Wir erzählen von dir. Wir feiern dich. Wir ehren dich.

Sogar der Tod gibt uns einen Grund, dich zu ehren.

Er ist für uns wie eine Schwester. Er gehört zum Leben dazu.

Alle Menschen müssen sterben.

Deine Liebe zu uns Menschen hört mit dem Tod nicht auf.

Bei Dir sind wir geborgen, auch wenn wir gestorben sind.“

Vielen Menschen fällt es schwer, an den Tod zu denken. Der Tod von Freunden und Angehörigen macht uns traurig. Als Franziskus diesen Text schrieb, war er selbst todkrank. Warum lobt Franziskus den Tod? Was könnte er damit gemeint haben? (Überlegt gemeinsam!)

Als Christ hat Franziskus an Ostern und die Auferstehung der Toten geglaubt. Das hat ihm die Angst vor seinem Tod genommen oder zumindest erleichtert. Der Tod gehört zum Leben dazu – darum kann Franziskus ihn auch loben. Dafür stehen auf der Platte die drei Bilder.  Ein Hase, eine leere Grabhöhle und ein Schmetterling. Sie stehen auf die eine oder andere Weise für die christliche Hoffnung auf Auferstehung – weißt Du, warum?

Wie stellst Du Dir ein Leben nach dem Tod vor?

Der Hase wurde in Europa zum Osterhasen. Vermutet wird, dass es mit seiner sprichwörtlichen Fruchtbarkeit zu tun hat. Er steht somit für neues Leben, was man auf die Auferstehung Christi übertragen hat. Deshalb übrigens auch die Ostereier, die aussehen wie ein Stein, aber neues Leben bringen.

Jeder Falter und Schmetterling beginnt sein Leben als Ei, wird dann zur Raupe und die spinnt sich in einen Kokon, aus dem Wochen später ein wunderschöner Schmetterling entschlüpft. Diese Verwandlung hat Menschen schon früh fasziniert; und sie sahen darin ein Bild für unsere komplette „Verwandlung“ nach dem Tod.

Die leere Grabhöhle steht für die Auferstehungserzählungen in den vier Evangelien. Die kannst du nachlesen bei Matthäus 28, Markus 16, Johannes 20, Lukas 24. Trotz kleiner Unterschiede erzählen alle vier, dass das Grab am Ostermorgen leer war. Unglaublich, oder?

Wie stellst Du Dir ein Leben nach dem Tod vor?

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